Als erster Nationalpark Deutschlands wurde der Nationalpark Bayerischer Wald am 7. Oktober 1970 im Gebiet des heutigen Landkreises Freyung-Grafenau eröffnet und am 1. August 1997 auf das Gebiet des Landkreises Regen erweitert.

Heute erstreckt sich der Bayerische Nationalpark auf eine Fläche von 24.250 Hektar und bildet zusammen mit dem tschechischen Nationalpark Böhmerwald Sumava, der 1991 gegründet wurde und eine Fläche von 69.030 Hektar umfasst, die größte zusammenhängende Waldfläche Mitteleuropas.

Im Tier- Freigehege sind Hunde an der Leine erlaubt!

Impressionen Nationalpark Bayerischer Wald

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Fauna

Eine einzigartige Tierwelt konnte im Nationalpark Bayerischer Wald erhalten bzw. wieder angesiedelt werden. So findet man zum Beispiel neben typischen Bewohnern des Bayerischen Waldes wie den Rothirsch oder auch Elche, die vom Lipno-Stausee in Tschechien herüberkommen, auch vom Aussterben bedrohte Arten wie Auerhuhn, Luchs, Wanderfalke, Wildkatze, Schwarzstorch, Biber, Wespenbussard oder der Fischotter.

In der Nähe von Neuschönau befindet sich das Tierfreigelände in einem weiträumigen Gelände mit heute und ehemals ansässigen Tieren wie Wildkatze, Luchs, Wisent, Fischotter, Käuze, Uhu, Rothirsch, Braunbär, Wildschwein und Wolf, die in Freigehegen bestaunt werden können.

Ein zweites Freigelände bei Ludwigsthal beherbergt seit 2006 Rückzüchtungen von heute in Mitteleuropa ausgestorbenen Tierarten wie dem Wildpferd und dem Urrind. Auch kann man sich im 2005 errichtete Infozentrum „Haus der Wildnis“ des Nationalparks Bayerischer Wald zu Themen rund um den Bayerischen Wald informieren und weiterbilden.

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Das Nationalpark-Konzept

Die „Natur Natur sein [zu] lassen“ ist das oberste Gebot und die Zielvorgabe des Nationalparks Bayerischer Wald.

Die Natur soll sich auf der überwiegenden Fläche des Nationalparks entfalten können und auch die dynamischen Abläufe in den Wäldern geschützt werden.

Aus diesem Grund greift der Mensch auf über 11.000 Hektar – das sind über 25 Prozent der Fläche – in den natürlichen Ablauf überhaupt nicht mehr ein.

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Blick vom Baumwipfelpfad auf den Nationalpark
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Das Baumei von innen - hier dürfen Hunde leider nicht mit rauf!

Geographie

Zur Geographie des Nationalparks lassen sich folgende Fakten zusammentragen.

Der Nationalpark Bayerischer Wald umfasst heute eine Fläche von 24.250 Hektar fast unberührter (Ur-)Waldlandschaft im Mittelgebirge des Bayerischen Waldes, liegt im Osten Bayerns in den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau entlang der Grenze zu Tschechien und gehört nach der Gliederung der Naturräumlichen Haupteinheiten Deutschlands zum Hinteren Bayerischen Wald in der Gruppe Oberpfälzisch-Bayerischer Wald.

Umgeben von den Gipfeln des Falkensteins (1315 m), des Lusens (1373 m) und des Großen Rachels (1453 m) liegt ein Großteil des Nationalparks in einer Höhe von über 1000 Metern. Einzigartige Hochmoore mit Moorseen wie dem Latschensee, Hochwäldern und auch ehemalige Hochweiden, die so genannten Schachten, welche sich auf der tschechischen Seite im Böhmerwald noch weiter ausbreiten, können erkundet und besichtigt werden

Ebenfalls gehören neben zwei großen, national bedeutenden Naturschutzgebieten: Naturschutzgebiet Isarmündung und Europareservat Unterer Inn auch noch acht weitere kleinere Naturschutzgebiete zum Nationalpark Bayerischer Wald – nämlich Naturpark Steinwald, Naturpark Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst, Naturpark Altmühltal, Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald, Naturpark Oberpfälzer Wald, Naturpark Hirschwald, Naturpark Bayerischer Wald und der Naturpark Oberer Bayerischer Wald.

Geschichte

Schon 1911 gab es in den Niederbayerischen Monatsheften erste Forderungen nach der Errichtung eines großen Naturschutzreservates im Bayerischen Wald.

Jedoch mussten die Planungen zur Schaffung eines Nationalparks Ende der 1930er/Anfang der 1940er Jahre kriegsbedingt zurückgestellt werden. Diese wurden erst 1966 auf Initiative von Bernhard Grzimek und dem Bund Naturschutz in Bayern unter Hubert Weinzierl wiederaufgegriffen und überarbeitet. Zunächst gab es Bedenken seitens der Staatsforstverwaltung und des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums. Ebenso begann ein heftiger Diskurs über den Charakter und Sinn des Projekts in den Medien.

Die offizielle Gründungsversammlung des Zweckverbandes zur Förderung des Projektes eines Nationalparks Bayerischer Wald fand am 6. September 1967 in Grafenau statt und am 11. Juni 1969 wurde die Errichtung des Nationalparks Bayerischer Wald vom Bayerischen Landtag einstimmig beschlossen.

Das Nationalparkamt Bayerischer Wald begann am 2. November 1969 in Spiegelau mit seiner Tätigkeit und am 7. Oktober 1970 eröffnete Staatsminister Hans Eisenmann den Nationalpark in Neuschönau feierlich.

Bereits 1972 erhielt der Nationalpark die internationale Anerkennung durch die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN). Staatsminister Eisenmann übergab das Informationszentrum bei Neuschönau, heute Hans-Eisenmann-Haus, am 5. Juli 1982 seiner Bestimmung.

1986 verlieh der Europarat das Europadiploms der Kategorie A (letztmals 2006 verlängert bis 2011).

Im Jahre 2009 wurde der Nationalpark Bayerischer Wald, als bislang einziger in Deutschland, mit dem Zertifikat Transboundary Park für vorbildliche grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit dem tschechischen Nationalpark Sumava ausgezeichnet

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