Berge

Gipfel des Großen Arber

Mit dem Lusen und Rachel gehört der große Arber zu den
mächtigen Bergen des Bayerischen Waldes.

Der Gipfel besteht aus Paragneis.

Gelegen in den Landkreisen Cham und Regen nennt man den großen Arbermit seiner Höhe von 1455,5 Metern auch "König des Bayerischen Waldes".

Obgleich seines Beinamens gehört der große Arber geografisch zum Böhmerwald.

Arber Bergstation
Die Bergstation am Fuß des Arbers
Arber Seilbahn
Die Seilbahn
Arber Berghütte
Die Bergstation
kleiner Arbersee
Blick auf den kleinen Arbersee
Arber Gipfel
Der Gipfel
kleiner Arbersee
Der kleine Arbersee

Nahegelegene Ortschaften des großen Arbers sind Bayerisch Eisenstein im niederbayerischen Landkreis Regen und Bodenmais sowie Lohberg im oberpfälzer Landkreis Cham.

Sein etwas schmächtigerer Bruder der kleine Arber mit einer Gipfelhöhe 1383,6 Metern gehört - trotz seines Namens - auch zu den Großen des Bayerischen Waldes.

In seiner näheren Umgebung liegen ebenfalls die Orte Lohberg und Bodenmais.

Sehenswürdigkeiten rund um die beiden Arber

  • Arberkirchweih
  • Arbermandl (Die Arbermandl entstehen im Winter durch den Ostwind und Eisschnee, durch die die Latschen
    und Bergfichten am Arber erstarren und dabei zu bizarren und oft skurril wirkenden Gestalten werden)
  • Arber-Bergbahn
  • zahlreiche Wanderwege

Lage

Nahe der deutsch-österreichisch-tschechischen Grenze befindet sich im Landkreis Freyung-Grafenau im östlichsten Teil Niederbayerns der 1333 Meter hohe Dreisesselberg. Südöstlich der Gemeinde Haidmühle und nordöstlich der Gemeinde Neureichenau erhebt sich der sagenumwogene Berg.

Die Sage vom Dreisesselberg

Der Volksmund erzählt sich die Sage von der einstigen Versammlung der Könige von Bayern, Böhmen und Österreich auf dem Gipfel des Dreisesselbergs, um über ihre Reichsgrenzen zu verhandeln. Diese Erzählung wurde auch von Adalbert Stifter in seinem "Hochwald" aufgegriffen. Das literarische Denkmal des bekannten Autors für den Dreisesselberg komplettieren seine letzte Erzählung "Aus dem baierischen Walde" und sein letzter Roman "Witiko", die beide 1867 erschienen sind. Schon damals war - laut Stifter - der Dreisesselberg ein beliebtes Wanderziel.

Tatsächlich stammt der Name „Dreisessel“ aus dem 17. Jahrhundert und beschrieb die auffällige Felsgruppe auf dem Gipfel. Diese Bedeutung wurde bald auf den ganzen Berg ausgeweitet. Selbst die Reichsgrenzen wurden erst später verbindlich festgelegt, nämlich erst 1765 zwischen dem Hochstift Passau und dem Erzherzogtum Österreich.

Der Dreisesselfels befindet sich ungefähr 450 Meter (Luftlinie) südlich des Dreisesselberggipfels und besteht aus drei bizarren Granitfelsen, die durch die so genannten Wollsackverwitterung zu kissenartigen Felsblöcken geformt wurden.

Sehenswürdigkeiten rund um den Dreisesselberg

  • Hochstein (der eigentliche Gipfel des Dreisesselbergs mit markantem Granitfels und Gipfelkreuz
  • Dreisesselhaus
  • Aussicht aufs Dreiländereck

Lage

Zusammen mit dem Lusen und Arber gehört der Rachel zu den mächtigsten Bergen des Bayerischen Waldes. Auch hier gibt es wie beim Arber zwei Brüder - zwei Gipfel, die nur 900 Meter auseinander liegen und zusammen den Berg Rachel bilden.

Rachel

Der große Rachel  ist mit 1453 Metern der höchste Berg im Nationalpark Bayerischer Wald und nach dem Großen Arber die zweithöchste Erhebung im Bayerischen Wald.

Der Kleine Rachel hat eine Höhe von 1399 Metern und liegt 1,75 km westlich der Grenze zu Tschechien.

Die nächsten Ortschaften sind Frauenau und Spiegelau.

Sehenswürdigkeiten rund um den Rachel

  • Rachelsee (mit Urwaldlehrpfad)
  • Rachelkapelle (mit Blick auf den Rachelsee)
  • Ausblicke auf den Zwiesler Winkel, den Falkenstein, den Großen Arber und die Trinkwassertalsperre Frauenau

 

Lage

Zusammen mit dem Rachel und Arber gehört der Lusen mit seiner Höhe von 1373 Metern zu den höheren Bergen des Bayerischen Waldes. Durch seine Lage an der Grenze zu Tschechien präsentiert sich der Gipfel mit seinen kahlen Granitblöcken inmitten des Nationalparks Bayerischer Wald und bietet eine wunderschöne Aussicht auf den Falkenstein und Rachel und die schwarzen Forste des Nationalparks Böhmerwald (Sumava) auf tschechischer Seite sowie ein offenes Panorama in alle Himmelsrichtungen.

Aufgrund der unzähligen Granitblöcke auf seinem Gipfel spricht man auch vom "steinernen Meer".

Von den Ortschaften Waldhäuser, Hohenau, Mauth und Finsterau auf deutscher sowie Modrava auf tschechischer Seite führen Wanderwege zum Gipfel.

Die Sage um den Lusengipfel

Der Volksmund erzählt sich, dass der Teufel einen Goldschatz unter den Granitfelsblöcken versteckt haben soll. In Wahrheit ist der Felsgipfel eine geologische Sehenswürdigkeit, die den Lusen unverwechselbar macht.

Lusen

"Wie der Lusen entstand

Einmal trug der Teufel alle Schätze der Welt zusammen. Wie er die Schätze auf einem gewaltigen Haufen beisammen hatte, deckte er sie mit Felsen zu und schleppte Steine her und allweil mehr Steine her und türmte sie aufeinander. Und wie er mit dem hochmächtigen Berg fertig war, so war das der Lusen, und der Teufel setzte sich darauf und verschnaufte sich, und sein Schweif reichte weit über die Wälder und Möser und die Schwanzquaste lag gerad vor der Fürstenhuter Kirche. Da mußte der dortige Pfarrer sich hüten, daß er nicht darauf trat.
Denn der Teufel ist kitzlich."

Quelle: Hans Watzlik, Böhmerwald-Sagen, Budweis 1921 (Böhmerwalder Dorfbücher, 5. Heft)

Sehenswürdigkeiten rund um den Lusen

  • Himmelsleiter (Eine aus Blockwerk aufgeschichtete, granitene Stiege auf dem Sommerweg zum Lusengipfel)
  • Teufelsloch (Romantische Felsenschlucht mit unterirdischem Wasserlauf)
  • Klausen (Schwellteiche, die zur Holzdrift verwendet wurden)
  • Blaue Säulen (Felsgebilde am Ende des alten Böhmweges)
  • Bärenriegel (Urwaldgebiet am Nordhang des Lusen)
  • Martinsklause: Nördlich von Waldhäuser gelegener Stauweiher, der die Wasser der Kleinen Ohe sammelt
  • Großalmeyerschloß (Von Wäldern umschlossener Felsabbruch)
  • ein Tierfreigelände
  • Hans-Eisenmann-Haus
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