Verlauf

Die Ilz ist ein nur 37,15 km (mit Großer Ohe ca. 62 km), nicht schiffbarer, ein weitgehend naturnaher linker Nebenfluss der Donau im Bayerischen Wald und entspringt auf deutscher Seite im bayerisch-böhmischen Grenzgebiet im Nationalpark Bayerischer Wald. Ihre Quellflüsse die Kleine Ohe (oder auch Grafenauer Ohe), Große Ohe und Mitternacher Ohe kommen aus der Region zwischen den Bergen Lusen (1.373 m) und Rachel (1.453 m) und vereinigen sich an der Ettlmühle – nahe der Ortschaft Eberhardsreuth im Gemeindegebiet Schönberg. Bei Fürsteneck münden die Wolfsteiner Ohe und der Osterbach in die Ilz. Die Ilz mündet in Passau nordseitig in die Donau und bildet so zusammen mit dem Inn die Dreiflüssemündung, die die Lage der Stadt Passau einzigartig macht.

Den Namen „schwarze Perle“ verdankt sie ihrem weichen, bräunlich bis schwärzlich gefärbten Wasser.

Stauseen

Nördlich von Passau wird die Ilz, am 1951-1955 errichteten  Wasserkraftwerk Oberilzmühle, über 5 km zum Stausee Oberilzmühle aufgestaut. Ein weiterer Stausee befindet sich bei der Burgruine Hals am Kraftwerk Hals, das die Ilz noch einmal 1,5 km zum See aufstaut.

Holztrift

Mit dem Ausbau des Oberlaufs begann etwa ab 1729 die Flößerei und im Jahre 1788 erließ man in Passau die erste Triftordnung. Die Trift vom inneren Bayerischen Wald bis nach Passau, wo an der Bschütt ein großer Holzhafen entstand, dauerte etwa sechs Wochen. In den Jahren 1827 bis 1829 errichtete man die Triftsperre bei Hals und ein 115,5m langer, 3,2m breiter und 2,3m hoher Felstunnel verkürzte von da an den langen Weg durch die Halser Flussschlinge, von wo aus jährlich bis zu 100 000 Ster Holz verfrachtet wurden.

Noch heute zeugen die großen Sägewerke bei Schneidermühl, Schrottenbaummühle und Fischhaus von dieser Art des Holztransports, der erst nach 1945 mit dem Ausbau der Forststraßen eingestellt wurde.

 Flora und Fauna

Das Tal der Ilz wird von schätzungsweise mehr als 20.000 verschiedenen Tierarten bevölkert. Die Wasseramsel und der Eisvogel brüten an den Ufern, die im Winter durch Zuzügler aus dem Norden abgelöst werden. Auch der Flussuferläufer hat noch ein Brutvorkommen im Ilztal. In der Ilz findet man die Flussperlmuschel und auch den Flusskrebs, der jedoch nicht an den aufgestauten Stellen lebt. Der anspruchslosere Amerikanische Flusskrebs lebt ebenfalls in der Ilz und der Huchen gilt als „König der Ilzfische“, von dem Restbestände erhalten blieben. Im Unterlauf der Ilz kann man gelegentlich die Gebänderte Prachtlibelle beobachten.

Mehr als 400 verschiedene Gefäßpflanzen wachsen neben einer Vielzahl niederer Pflanzen an der Ilz. Als größte Pflanzenrarität des Ilztales gilt die Zottige Wolfsmilch. Als weitere Besonderheiten sind die Knäuel-Glockenblume, Sibirische Schwertlilie, Holunder-Schwertlilie (bei der Burgruine Hals), Preußisches Laserkraut, Borstige Glockenblume, Drachenwurz, Lungen-Enzian, Froschbiss, Straußenfarn, Langblättriger Ehrenpreis, Gemeine Akelei, Verkannter Wasserschlauch, Leberblümchen, Bunter Eisenhut, Brand-Knabenkraut und Sumpf-Herzblatt zu nennen. Zum Teil wurde die ursprüngliche Ufervegetation durch die Adventivpflanzen Drüsiges Springkraut und Schlitzblättriger Sonnenhut verdrängt.

Schutzgebiete

Mit einer Größe von 1219 Hektar wurde bereits am 20. Februar 1960 das von Fürsteneck bis Passau reichende Landschaftsschutzgebiet Schutz des Landschaftsteils Ilztal im Bereich des Stadt- und des Landkreises Passau errichtet. Im Jahre 1981 wurde nach einem langwierigen Interessenkonflikt das Naturschutzgebiet Ilz am Dießenstein geschaffen, welches 1991 in Obere Ilz umbenannt wurde und eine Größe von 380 Hektar umfasst. Die Halser Ilzschleifen wurden am 3. Dezember 1993 mit 91,5 Hektar zu einem weiteren Naturschutzgebiet.

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